Der Vorstand der FDP Oberengadin hat anlässlich seiner Sitzung vom 12. November 2009 in St. Moritz zu der anstehenden Kreisabstimmung Stellung bezogen und die Situation um das Referendum zum Projektierungskredit für das neue Pflegeheim besprochen.
Zwei JA und eine Stimmfreigage für die Kreisvorlagen
Die FDP Oberengadin unterstützt die Teilrevision des Tourismusgesetzes. Die vorgesehene Änderung des Erhebungsmodus für die Kostenverteilung führt zu Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Unsicherheiten betreffend die Abrechnung können so eliminiert und die Bürokratie abgebaut werden.
Der Kreisrat hat in einem demokratischen Entscheid auf eine fixe Vertretung der einzelnen Gemeinden in der Regionalplanungskommission verzichtet. Es liegt nun am Kreisrat für eine ausgewogene Zusammensetzung mit motivierten und fachkundigen Personen zu sorgen. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile der Vorlage wird diese vom der FDP unterstützt.
Für den Kredit „Chesa Ruppaner“ wurde nach gründlicher Diskussion die Stimmfreigabe beschlossen.
Für die Fortführung der Projektierung des Pflegeheims
Überall dort wo Spitex und geeignete Räumlichkeiten für eine adäquate Betreuung nicht ausreichen, setzt der FDP Vorstand auf eine zentrale und professionelle Pflegeinstitution. Er unterstützt dabei, den Entscheid des Kreisrates betreffend Standort des Pflegeheims. Im Rahmen der Projektierung sollen die Gestaltungsmöglichkeiten am Standort oberhalb des Spitals vertieft analysiert werden. Erst auf Basis dieser Ergebnisse wird ein fundierter Entscheid über die Realisierung des Projektes durch die Bevölkerung möglich. Ein Zustandekommen des Referendums, bzw. dessen Annahme verhindert die Erarbeitung dieser Entscheidungsgrundlage. Die FDP wird sich im weiteren Verlauf für eine umfassende Information der Bevölkerung einsetzen.
Für eine Stärkung der ambulanten Pflege
Zur Stärkung des dezentralen Pflegeangebotes setzt sich der Vorstand der FDP Oberengadin für den Ausbau der ambulanten Pflege ein. Damit soll ein möglichst langes Leben in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden. Dies soll insbesondere durch die Erweiterung der Spitex-Dienstleistungen (Abend- und evtl. Nacht-Spitex) erfolgen. Parallel dazu sind die Gemeinden aufgerufen das Angebot von altersgerechten Wohnungen zu fördern. Ebenso unterstützt die FDP die Schaffung einer Koordinations- und Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen. In diesem Zusammenhang ist mittelfristig die Schaffung einer einzigen Organisation für Gesundheit und Alter zu prüfen, um damit Doppelspurigkeiten zu vermeiden und Synergien zu nutzen.